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Einfluss nehmen 1: Was tun bei Naturkatastrophen?

Schwer kontrollierbare Feuer und Brände haben in den vergangenen Monaten weltweit viele Menschen erschüttert. In Australien kämpfen Feuerwehrmänner seit Wochen gegen „Mega-Brände“. Menschen und Tiere starben. Vor Leben sprühende riesige Gebiete sind zu verkohlten, kahlen Stätten geworden. In Australien, in unserer grünen Lunge in Amazonien, in Kalifornien, dem Mittelmeerraum und auch bei uns in Deutschland sowie an vielen Orten, die es nicht in die Nachrichten schafften.

Vom Sterben der lebendigen Bäume und Pflanzen, die für mich genauso mit Bewusstsein ausgestattet sind wie alles andere und auf ihre Weise fühlen können, spricht niemand. Der Film „Avatar“ hat das Leben und die mögliche Kommunikation unter Bäumen einem Massenpublikum gezeigt. Dies bestätigen mittlerweile immer mehr wissenschaftliche Untersuchungen. Was für Bäume gilt, gilt auch für andere Pflanzen…

Angesichts der ungeheuer großen Zahl der Todesopfer der Natur möchte ich beinahe zu einer Schweigeminute aufrufen zum Gedenken all derer, die ihr Leben auf entsetzliche Weise gelassen haben. Hilflosigkeit und Ohnmacht überkommen viele Menschen. Manche zartbesaitete Menschen wechseln den Fernsehkanal und lesen keine Zeitungen mehr, weil sie es – verständlicherweise – kaum aushalten. Sie glauben angesichts enormer Probleme kaum etwas tun zu können.

Neben all dem, was wir auf der materiellen Ebene tun können: Aktiv einsetzen, unser eigenes Leben nachhaltiger gestalten, spenden, auf die Missstände aufmerksam machen, demonstrieren, Petitionen einreichen, sich Gruppen und Verbänden anschließen etc. pp. gibt es immer auch etwas, was wir geistig tun können.

Was können wir nun geistig tun?

Wir können auf welche Weise auch immer geistig Einfluss nehmen. Wir können beispielsweise beten. Kurz und bündig oder lang und ausgedehnt. Einmal oder immer wieder. Das Gebet kann mit Worten erfolgen. Oder wir können uns wie Schamanen aktiv vorstellen wie Regen auf die Brände niedergeht, Feuerwehrleute aus der ganzen Welt zum Ort des Geschehens kommen, Tiere gerettet werden und neuen Lebensraum finden, die verödeten Gebiete neu bepflanzt werden und schöner denn je wieder auferstehen wie Phönix aus der Asche. Unserer Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt. In Hawai’i und an anderen Orten wird mit den Elementen kommuniziert und sie werden milde gestimmt, so dass der Verlauf eines Windes sich ändern kann. Manche spirituelle Wesen und Heiler verbinden sich mit verschiedenen Arten von Licht und suchen so zu helfen. Klänge, Schwingungen, Töne – alles ist möglich. Glaubensrichtungen beten gemeinschaftlich, spirituelle Communities rufen zu Aktionen auf. Gruppen vereinigen ihre Energien. Das hat Kraft.

Wichtig ist, jeder und jede Einzelne von uns kann hier und jetzt etwas tun. Auch wenn es das Einzige ist, was wir tun. Spiritueller Einfluss hat Kraft und hat Macht. Das sollten wir nie unterschätzen. Es gibt unzählige Beispiele dafür, was ein Mensch bewirken kann.

Ich denke gerade an den buddhistischen Mönch, Gelehrten und Poeten Thich Nhat Hanh, der während des Vietnam-Krieges Mitbegründer des „Engagierten Buddhismus“ wurde und unzähligen Menschen in den schlimmsten Lebenssituationen geistig und körperlich half. Als Zen-Meister lehrte er u.a. Achtsamkeit allem gegenüber. Dem Essen gegenüber, dem Boden gegenüber, auf dem wir gehen…

Ich kann Ihnen versichern, dass es auf der Erde unzählige Wesen gibt, die sich seit langem für das Wohl des Planeten und seiner Bewohner einsetzen. Es ranken sich Legenden um sagenumwobene Hüter, die im Himalaya leben sollen. Auch an vielen anderen Orten gibt es sie. Alle diese Menschen und Wesen setzen sich für unsere schöne Erde ein. Ohne sie würde unser blaues Juwel vielleicht schon längst nicht mehr existieren. Wenn man diese geistigen Aktivitäten sichtbar machen könnte, würden Sie auf einem Globus viele, viele Lichtpunkte sehen oder auch ein Netz an Verbindungen.

Jeder Mensch kann daran teilnehmen. Werden Sie ein Teil dieser guten, förderlichen Kräfte!

Auch wenn Sie es noch nie gemacht haben. Ein guter Gedanke, ein kraftvolles Bild, ein kurzes Gebet reichen für den Anfang. Hauptsache: Sie fangen an! Sie werden sehen: Mit der Zeit werden Sie sich immer weniger als Opfer fühlen, sondern Sie werden fühlen und wissen, dass Sie etwas Sinnvolles tun.

Wenn man sich geistig einsetzt, wird einem auch gezeigt, wo und wie man aktiv handeln kann. Hierbei gilt es, liebevoll mit sich umzugehen und jede noch so kleine Handlung in die richtige Richtung anzuerkennen. Wenn wir uns anerkennen, werden wir bei nächster Gelegenheit freudig mehr machen. Unsere Kraft wird wachsen. Wenn wir uns verurteilen, weil wir vermeintlich nicht genug tun, schwindet unsere Kraft und wir werden noch weniger tun oder gar für eine Zeitlang aufgeben.

Es gibt Zeiten und Lebensphasen, wo wir viel in dieser Richtung tun können und Zeiten und Lebensphasen, wo es weniger ist. Dies gilt es anzunehmen. Jeder macht das, wozu er berufen ist. Wenn wir die kleinen Schritte gehen und diese nicht als unbedeutend ansehen, ist das wie mit körperlichem Training. Wir erwerben Kraft und können nach einem gewissen Training mit Leichtigkeit mehr tun. Wenn wir uns am Anfang überfordern, riskieren wir eine Schwächung. Bei Themen wie diesen geht es um Ausdauer. Also dürfen wir immer auch Pausen machen.

Und vergessen Sie nie: Wir sind nicht allein. Es gibt so viele Lichtpunkte auf der Erde und eine geistige Welt, die uns gerne helfen wird, wenn wir sie in unser Leben lassen. Mit ihrer Hilfe kann alles gelingen, auch wenn etwas noch so ausweglos erscheint. Man muss sie aber mit ins Boot holen und darf nicht meinen, ihr vorzuschreiben, wie sie alles entwickeln soll. Das ewig Göttliche weiß es besser.