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Möglichkeiten und Grenzen der Manifestation mithilfe von Visualisieren und Affirmation

Es gibt viele Techniken und Bücher zum Visualisieren. Menschen sollen sich ihre Lebensumstände, Erfolg, Partner, Äußeres und so weiter und so fort vorstellen. Wenn sie es gut genug machen, so die Thesen, dann wird das Gewünschte Wirklichkeit.

Wenn Sie diese Techniken anwenden wollen, ist es wichtig, dass Sie das Gefühl dessen, was Sie verwirklichen wollen, jetzt fühlen. Diese Gefühle aktivieren die Energien, die das Erwünschte in Ihr Leben ziehen. Genauso ist es bei Affirmationen. Es bewirkt etwas, diese zu äußern. Aber der wahre Treibstoff entsteht durch das Gefühl, welches Sie im Hier und Jetzt bei diesen Äußerungen empfinden.

Aber es gibt auch Grenzen des Visualisierens. Diese liegen in Ihrer Vorstellungskraft. Wir können uns eher etwas uns in irgendeiner Form Bekanntes oder davon Abgeleitetes vorstellen. Dieses können wir auch durchaus erreichen. Mir ist jedoch aufgefallen, dass einige Menschen, die sich beruflich und privat stark  aufs Manifestieren fokussieren, öfter äußerst enthusiastisch sind und es dabei an Mitgefühl fehlen lassen.

Wenn das spirituelle Herz in der Begeisterung fürs Manifestieren zu schwächeln beginnt, verschwimmen die Grenzen zwischen Licht und Dunkel. So können Handlungen unbewusst ins Dunkle abgleiten. Der Ausgangspunkt ist entscheidend. Kurz gesagt: Ohne Mitgefühl und Liebe ist alles nichts.

Natürlich gibt es auch auf der dunklen Seite hervorragende Manifestierer. Vielleicht sogar bessere, da die dunkle Seite ja gerade mit weltlichen Dingen verführt. Es gibt viele Märchen und Literatur zu dem Thema.

Manche Menschen haben viel durchgemacht. Sie tragen Wunden in sich, die heilen müssen und über die nicht hinweg manifestiert werden darf. Sonst schwelen diese Wunden unter welchem Erfolg auch immer weiter und trüben das Manifestierte ein.

Eine wahre Geschichte, die ich vor Jahren von einer Frau auf der hawaiischen Insel Kauai gehört habe. Eine alleinstehende Frau sehnte sich nach einem Ehemann. Ihr wurde der Tipp gegeben, ihn zu visualisieren und seine Qualitäten zu affirmieren. Dies tat sie. Der Mann sollte viele Qualitäten haben. Gut aussehen, charmant und liebevoll sein, ein schönes Haus haben… . Die Frau war begabt, der Mann kam. Sie heirateten. Kurz darauf stellte sich heraus, dass er ein Betrüger war. Diesen Punkt hatte sie „vergessen“.

Ich persönlich bevorzuge eher, mit dem Flow zu gehen und das Göttliche um Hilfe zu bitten. Auch wenn das Göttliche auch in mir wohnt. Ein Beispiel aus meinem Leben: Vor einigen Jahren erhielten wir eine Eigenbedarfskündigung. Unsere finanzielle Situation war ein wenig beengt. Ich schaute mir viele Annoncen und einige Wohnungen an. Es gab nichts Passendes. Der Zeitpunkt zum Auszug rückte näher. Ich dachte schon, wir müssten unsere Sachen unterstellen und irgendwo vorübergehend unterkommen.

Natürlich bat ich die spirituelle Welt um Hilfe, bat um eine Wohnung in der mir vertrauten Ecke, um einen weiten Blick, um ein freundliches Zuhause. Mir wurde die geistige Information zuteil, dass ich es mehr Menschen in meinem Umfeld sagen sollte. So sagte ich es auch einer Patientin, was ich sonst nicht getan hätte. Diese gab uns ein paar Tage später den entscheidenden Hinweis.

Wir konnten eine Wohnung in unserem Viertel anmieten. In meiner Vorstellung hätte ich dieses Mietshaus nie in Betracht gezogen. Doch es stellte sich heraus, dass wir uns sehr wohl und sicher in diesem Haus fühlen und die nettesten Nachbarn haben, die man sich wünschen kann. Der Blick ist auf beiden Seiten weit. Man sieht in der Entfernung Bäume. Die Wohnung ist ein wenig klein. Die Vorteile machen die Nachteile wett. Ich hätte mir nie vorstellen können, dass es mir solche Freude machen könnte, in diesem Haus zu wohnen. Auch wenn ich im Geiste noch andere Wohnträume habe, die sich vielleicht eines Tages verwirklichen werden. Doch diese jetzige Wohnerfahrung möchte ich nicht missen. Wie heißt es so schön?

Der Mensch denkt, Gott lenkt. Wenn man ihn lässt….